Das Bundesländervergleichsturnier 2003 war der erste richtige Prüfstein des Wiener Auswahlteams 1988. Trainer Borivoj Gacesa hatte die schwere Aufgabe, die neu formierte Mannschaft mit nur drei Trainings und einem Turnier in diese Meisterschaft mit vielen Unbekannten zu führen. Weit leichter war meine Aufgabe als Delegationsleiter, weil das Team sehr diszipliniert und angenehm zu leiten war.
Im ersten Spiel gegen die Salzburger, die später den dritten Platz erreichten, konnten wir gleich unsere volle Stärke ausspielen. Mit 34 : 17 (17:7) landeten wir den höchsten Sieg in diesem Turnier.
Dass ein hoher Sieg nicht immer förderlich ist, zeigten Spiel 2 und 3 gegen Vorarlberg und Tirol. Nach jeweils einem Pausenrückstand von 2 bzw. sogar 4 Toren, kam die Mannschaft erst langsam auf Touren und riss das Steuer noch herum.
Im Kreuzspiel gegen unseren Erzrivalen Niederösterreich spielte unser Team in der ersten Halbzeit einen 3 Tore Vorsprung heraus. Den möglichen Finaleinzug vor Augen, begannen aber bei einigen Spielern die Nerven zu flattern, und dadurch der Vorsprung zu schmelzen. Hauchdünn, mit nur einem Tor Vorsprung konnte das Team dieses Spiel über die Runden bringen.
Im Finale standen uns die Hausherren aus der Steiermark gegenüber. In der ersten Halbzeit hatte die Mannschaft mit mangelnden Wurfglück zu kämpfen. Nicht weniger als zwölf! Würfe wurden neben das Gehäuse gesetzt, oder hielt der ausgezeichnete Steirische Tormann. Aber auch unser Torwart, Stefan Gangel konnte sich mit insgesamt 18 gehaltenen Bällen in diesem Finale auszeichnen. Mit 6:8 ging’s in die Pause. Nach der Pause waren beide Mannschaften wie ausgewechselt. Während unser Team so richtig in Fahrt kam, hatte man bei den Steirern den Eindruck, gegen eine völlig andere Mannschaft zu spielen. Endstand 22:10 und damt der erste Meistertitel für die jungen „88er“. Als „Draufgabe“ wurde auch noch unser Mannschaftskapitän Simon Hahn zum besten Spieler des Turniers gewählt. Herzliche Gratulation.
Unser Lob gilt abschließend noch den Veranstaltern, dem TSV Gleisdorf, dem steirischen Landesverband, vertreten durch Hannes Hopfer und dem souveränen Turnierleiter Herbert Kraft.
Andreas Schleif